Gedenkstein wieder an seinem Platz.

Der Gedenkstein mit der Inschrift "Up ewig ungedeelt" steht wieder an der Kirche in Trittau. Der Stein selbst wurde 1898, 50 Jahre nach der Schleswig-Holsteinischen Erhebung, aufgestellt und soll in Verbindung mit der Doppeleiche deutlich machen, dass Schleswig und Holstein niemals getrennt werden dürfen.


BM Walter Nussel (li.), Bruno und Richard Scharnberg
Foto: J. Burmester

Im Jahre 1977 wurde der Stein von der Doppeleiche vor der Kirche getrennt und stand seither auf der Rasenfläche neben dem Eingang zum Friedhof. Im Herbst 2007 wurde auch der letzte Stamm der ursprünglichen Doppeleiche gefällt, weil er der geplanten neuen Straßenführung im Wege war. Mit der Pflanzung von zwei neuen Eichen vor der Kirche, die sich im Laufe der Zeit zu einer Doppeleiche vereinen sollen, und dem Umsetzen des Steinen nahe an seinen ursprünglichen Standort zeigen sich Bruno und Richard Scharnberg äußerst zufrieden.

Die Brüder kämpfen schon seit 30 Jahren dafür, dass der Stein wieder an seinen angestammten Platz zurück kommt. Und sie taten noch mehr. Sie stifteten die neuen Eichen, die jetzt gemeinsam mit Bürgermeister Walter Nussel dort gepflanzt wurden. Angeregt wurde die Aktion von der Stiftung zur Förderung der Geschichtskultur, in der Bruno Scharnberg als Mitglied des Beirates vertreten ist. Die Stiftung hat auch die übrigen Kosten übernommen, die z.B. für das Umsetzen des Steines angefallen sind. In Zukunft wird die Stiftung noch eine blaue Tafel (s. Historische Beschilderung) anbringen lassen, die die Besucher über den geschichtlichen Hintergrund des Gedenksteines und der Doppeleichen informieren wird.

Bürgermeister Walter Nussel wünscht sich noch eine Bank zum Verweilen an diesem Ort. "Dafür suchen wir noch einen Sponsor", sagte der Trittauer Verwaltungschef. Die alte Bank, die dort vor einiger Zeit abgebaut wurde, war über die Jahre einfach zu marode geworden.